Wie erstellt man das?
In den letzten Jahren ist es immer beliebter geworden, sein Terrarium bioaktiv zu gestalten.
Es handelt sich um eine Haltungsform, die sich von der Standard-Terrarieneinrichtung unterscheidet.
Die Einrichtung eines Terrariums gibt es natürlich schon lange. Aber in einer bioaktiven
Terrarium, da steckt noch ein bisschen mehr dahinter.
Was meinen wir mit bioaktiv?
Wenn Sie Ihr Terrarium bioaktiv gestalten, versuchen Sie eigentlich, natürliche Prozesse zu erzeugen. Es wird sozusagen zu einem kleinen ökologischen System. Stellen Sie sich einen natürlichen Lebensraum mit einer biologischen Methode zur Abfallverarbeitung und Ernährung vor.
Nehmen Sie zum Beispiel Springschwänze (Wirbellose). Diese werden heute oft als Nutztiere verwendet.
Aber wussten Sie, dass diese Tiere Pilze und Restmüll sehr gut verarbeiten können?
Warum bioaktiv wählen?
- Hygiene und Komfort.
- Natürlicher Lebensraum für Ihr Tier.
- Stimulation des natürlichen Verhaltens.
- Ein Stück Natur nachahmen.
- Verarbeitung biologischer Abfälle.
Es scheint keinen großen Unterschied zwischen einem natürlich gestalteten Terrarium und einem bioaktiven Terrarium zu geben. Der Hauptunterschied besteht im Vorhandensein natürlicher Prozesse. In einem natürlich gestalteten Terrarium finden diese Prozesse nicht statt.
Wie fangen Sie an?
Informieren Sie sich vor dem Start über die natürlichen Bedürfnisse und Ursprünge Ihres Reptils.
Anschließend sucht man sich einen Lebensraum aus (am besten größer als die angegebenen Maße, da im Terrarium eine tiefere Bodengrundschicht entsteht).
Überprüfen Sie auch, ob die Unterkunft über eine ausreichende Belüftung verfügt. Dies ist gut für die Luftqualität, beugt aber auch Schimmel und Bakterien vor.
Substratschicht:
Dies ist der wichtigste Teil Ihres bioaktiven Terrariums.
Normalerweise wird diese Schicht nur zum Auffangen von Abfallresten verwendet.
In einem bioaktiven Terrarium ist dies der Ort, an dem Feuchtigkeit und Abfall landen, Tiere graben, Pflanzen wachsen und auch Wirbellose leben.
Drainageschicht:
Verwenden Sie in tropischem Klima immer eine Drainageschicht. Hier kann überschüssige Feuchtigkeit aufgenommen werden. Ein zu nasser Boden ist kein guter Lebensraum für Wirbellose. Auch für die Pflanzen ist das nicht immer gut.
Wenn Sie eine Drainageschicht in Betracht ziehen, sollten Sie Folgendes in Betracht ziehen: Orchideenerde, Farnwurzelgranulat, Torf, Blätter oder Moos.
Bei einem Wüstenterrarium ist diese Drainageschicht nicht notwendig.
Um jedoch ein natürlicheres Aussehen zu erzielen, können Sie dem Sand Blätter, Kieselsteine oder Zweige beifügen.
Da die Bodenschicht tiefer als normal ist, variiert die Feuchtigkeit in mehreren Schichten.
Dies bedeutet, dass die obere Schicht feucht und die darunterliegende Schicht feuchter sein kann.
Die Einrichtung
Die Gestaltung eines bioaktiven Terrariums besteht überwiegend aus natürlichen Materialien.
Äste zum Klettern, hohle Baumstämme zum Verstecken und Steine zum Sonnenbaden. Passen Sie die Einrichtung selbstverständlich den Bedürfnissen Ihres Tieres an. Achten Sie darauf, den natürlichen Lebensraum so genau wie möglich nachzuahmen.
Was ist mit den zuvor erwähnten Wirbellosen?
Der wichtigste Teil sind eigentlich die Wirbellosen.
Ohne Wirbellose fehlt die notwendige Abfallverarbeitung, die sonst zu einer Belastung des Terrariums führen würde.
Der Boden ist der Hauptlebensraum wirbelloser Tiere.
Eine dicke Schicht Substrat und die Wirbellosen machen das Terrarium gemeinsam wirklich bioaktiv.
Worauf Sie bei der Auswahl von Wirbellosen achten sollten:
- Sie müssen in dem von Ihnen geschaffenen Lebensraum leben können.
- Das Reptil darf sich nicht verletzen können.
- Damit sie die eingesetzten Pflanzen nicht beschädigen.
Hierzu können unter anderem folgende wirbellose Tiere gehören: Kellerasseln, Springschwänze, Würmer und Schaben.
Wenn Sie die Wirbellosen in das Terrarium setzen, müssen diese sich zunächst eingewöhnen.
Daher ist es sinnvoll, die Wirbellosen zu dieser Zeit zu füttern, zum Beispiel mit Obst- oder Gemüsestücken.
Indem Sie den Bodengrund feucht halten, können Sie dafür sorgen, dass sich die Wirbellosen wohler fühlen, sich besser verstecken und sich schließlich schneller vermehren.
Gibt es Nachteile bei einem bioaktiven Terrarium?
Natürlich gibt es immer auch einige Nachteile. Bedenken Sie Folgendes:
Die bioaktive Umgebung ist nur für gesunde Reptilien geeignet. Dieser Urlaub kann nicht als vorübergehender Urlaub oder Krankheitsurlaub genutzt werden. Dies liegt daran, dass äußere Parasiten schwieriger zu erkennen sind.
Eventuelle Schäden durch diese Parasiten sind schwieriger zu bekämpfen, da dadurch auch die wirbellosen Tiere schnell umkommen. Dazu müssen Sie biologische Pestizide finden, aber die Frage ist, ob diese ausreichend wirksam sind. Daher ist Vorbeugen besser als Heilen.
Wenn ein Brutpaar in einem bioaktiven Terrarium gehalten wird, ist es schwieriger, sein Gelege zu finden. Dies liegt daran, dass es viel mehr Orte gibt, an denen die Eier versteckt werden können. Darüber hinaus können einige Wirbellose die Eier beschädigen.
Ist ein bioaktives Terrarium etwas für Sie?
Sie können also zu dem Schluss kommen, dass die Einrichtung eines bioaktiven Terrariums mehr Arbeit macht, als Sie vielleicht denken. Auf lange Sicht ist die Wartung einfacher. Also etwas Geduld ist nötig, aber dann hat man was!
